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politnews 2016-26 – When the going gets tough…

Während in London Funkstille herrscht und niemand so recht weiß, wie es nun mit Little England, dem vereinten Irland, dem unabhängigen Schottland, Kerneuropa und den anderen über das Wochenende neu geschaffenen Entitäten weitergehen soll, haben die Spanier ein neues Parlament gewählt. Die Wähler dort vertrauten ihre Stimme mehrheitlich den etablierten Parteien an, doch welche Koalition sich daraus ergibt, ist noch unklar. Das Ergebnis deutet aber darauf hin, dass das Brexit-Referendum zumindest ein paar von jenen wachgerüttelt hat, die ihre Stimme bisher leichtfertig an die Populisten verschenkten oder sie gar nicht erst nutzten. Ein Weckruf ist das Ergebnis aber auch für die alteingesessenen Politikvertreter. Wenn es ihnen zukünftig nicht besser gelingt, junge Menschen einzubinden, Perspektiven zu entwickeln und glaubwürdig die Interessen der Bürger zu vertreten, treiben sie nicht nur ihren eigenen Untergang voran, sondern auch den des europäischen Gemeinschaftsprojekts. Wie politisches „Leadership“ in der Praxis funktionieren kann, damit beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe von Politik & Kommunikation. Ein Blick ins Heft lohnt dieser Tage ganz besonders. Hier kommen Sie zur Ausgabe von politnews: www.politnews.eu/

politnews 2016-25 – Gewalt der Worte

Mit einigen schönen Campaigning-Beispielen wollten wir in die Brexit-Woche starten, doch dann wurde Jo Cox ermordert. Ermordert in einem Moment, in dem Nigel Farage darüber „philosophiert“, dass der nächste konsequente Schritt „Gewalt“ (youtube.com) ist, wenn das Brexit-Referendum nicht in seinem Sinne ausgeht. Auch in den USA und in anderen Ländern kreisen die Falken angesichts der Attentate im Namen des IS. Obwohl die Lage in Deutschland noch vergleichsweise entspannt ist, zieht Historiker Paul Nolte bereits die Parallele zur „quasirevolutionären Unruhe“ (tagesanzeiger.ch) der 30er Jahre. „Demokratische Selbstverständlichkeiten“ – wie Nolte es nennt – werden infrage gestellt und die Propaganda-Maschinerie entfaltet ihre Wirksamkeit wie eh und je (bpb.de). Doch noch gibt es die vernünftigen Stimmen. Obamas Besonnenheit, der auf Trumps Hetze mit der Frage „Wo soll das enden“ (youtube.com) reagiert, ist tröstlich. Etwas beiläufig kommt dagegen die Warnung der deutschen Bundeskanzlerin vor der „Radikalisierung der Sprache“ daher. Beeindruckt hat in der letzten Woche der neue österreichische Bundeskanzler Christian Kern, der die FPÖ daran erinnert, dass sich in der Geschichte „die Gewalt der Worte sehr rasch in die Gewalt der Taten“ entladen hat (facebook.com). Ob die Mahnungen Wirkung zeigen, wird man sehen, aber es gibt zumindest ein kleines Senfkorn Hoffnung. Hier kommen Sie zur Ausgabe von politnews: http://www.polisphere.eu…

politnews 2016-24 – Schnell zugreifen! Early Bird Tickets für den CKTP 2016!

Wir sind startklar – nein, nicht für die Europameisterschaft… Für den CHECKPOINT 2016! Sie auch? Na, dann los: Lebenslauf für die Workshop-Anmeldung fertig machen und Tickets für das Branchenevent des Jahres buchen! In diesem Jahr erwarten Sie: 365 Sherpas, Advice Partners, fischerAppelt, Fleishman Hillard, Johanssen+Kretschmer, Ketchum Pleon, MSL Germany und Pivot Regulatory. Seit über zehn Jahren verbinden wir beim CHECKPOINT praxisnahe Einblicke, Trendthemen und Networking zu einem spannenden Programm. Am 7. Oktober 2016 können Sie wieder einen Blick hinter die Kulissen des politischen Berlins werfen und unter anderem herausfinden, ob Sie das Zeug dazu haben, als Politikberater einen politischen „Fußabdruck“  zu hinterlassen. Im Messebereich und in den Workshops mit unseren diesjährigen Partnern zeigt sich schnell, ob Sie eher ein Campaigner oder ein Lobbyist sind. Können Sie Menschen für eine politische Idee mobilisieren oder arbeiten Sie lieber an technischen Details? Finden Sie es heraus – 80 Early Bird-Tickets warten hier auf Sie: www.ckpt.org Ihre Dr. Sandra Busch-Janser PS: Für all jene, die sich in der Berliner Republik bereits bestens auskennen, organisieren wir in diesem Jahr zum ersten Mal den exklusiven CKPT Professionals Lunch. Bei einem Mittagessen mit spannendem Speaker in Harry’s New-York Bar des Grand Hotel Esplanade haben Sie die Gelegenheit sich über Trend-Themen der politischen Kommunikation auszutauschen und Ihr Netzwerk zu erweitern. Hier kommen Sie zur Ausgabe von politnews: http://www.politnews.eu/…  

politnews 2016-23 – Kurze Halbwertszeit

Auf der CDU-MediaNight in der letzten Woche machte Generalsekretär Peter Tauber eine Publikumsbefragung. Wer nutzt Twitter, Facebook oder sogar schon Snapchat? Während bei jugendlichen Besuchergruppen alle Teilnehmer bei Snapchat sind, waren es beim MediaNight-Fachpublikum nur eine handvoll early adopters. Aber immerhin twittert die Medienelite und Facebook gehört auch irgendwie dazu. Dass es ohne Facebook nicht mehr geht, findet inzwischen auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Zum 30. Geburtstag ihres Ministeriums – und ein Jahr vor der Bundestagswahl – startet  sie mit freundlichem Gruß und schrägem Lächeln auf der Facebook-Seite des BMUB durch. In den USA ist man da schon wieder einen Schritt weiter. Schon vor einem Jahr brachte das Wall Street Journal eine Gebrauchsanweisung für die Nutzung von Snapchat im Wahlkampf heraus. Die Tagesschau kann dem neuen Tool allerdings noch nicht so viel abgewinnen. Ihr Urteil: Am Ende dienen die politischen Botschaften mit der kurzen Halbwertszeit vor allem dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. Aber das kann im Wahlkampf ja bekanntlich nicht schaden. Ihre Dr. Sandra Busch-Janser Hier kommen Sie zur Ausgabe von politnews: www.politnews.eu/…  

politnews 2016-22 – Bürgerkommunikation

Alle, die in Berlin etwas mit „Politik & Medien“ zu tun haben, diskutieren am Donnerstag bei der CDU-MediaNight darüber, wie die Digitalisierung „die Medien- und Nachrichtenwelt und die Art, wie wir uns informieren,“ verändert. Wie schwer sich die Medien mit diesen neuen Formen der Information tun, verdeutlicht einmal mehr ein Bericht des NDR-Magazins Zapp, das hinter der ministerialen Bürgerkommunikation über Social Media gelenkte Staatspropaganda wittert. Die klassische Gate-Keeper-Rolle prallt angesichts der neuen technischen Möglichkeiten auf die bürgerliche Basis-Kommunikation und verformt gewohnte Kommunikations- und Informationsmuster. Die Folgen sind noch nicht ganz greifbar und werden zukünftig sicher noch manch wissenschaftliche Arbeit und diesen Newsletter füllen. Nicht zu übersehen sind bisher nur die regelmäßig auftretenden Shitstorms und die etwas lauteren Rufe der Abgehängten in den Redaktionen der klassischen Medien. Unsichtbar bleibt dabei oft die zum Teil bewundernswerte Arbeit der Social Media-Teams, die sich unermüdlich darum bemühen, Politik nachvollziehbar zu machen. Selbstverständlich im Auftrag ihrer Arbeitgeber, aber eben auch im direkten Gespräch mit ihrem Auftraggeber, dem Bürger. Ihre Dr. Sandra Busch-Janser Hier kommen Sie zur Ausgabe von politnews: www.politnews.eu/…

expert opinion

Christina Bauermeister: Die neuen Alleskönner

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Welche Fähigkeiten sollten Bewerber mitbringen, um in politiknahen Berufen zu arbeiten? Wo sind Generalisten richtig, wo Spezialisten – und welche Jobaussichten eröffnen die neuen Studiengänge? Dort, wo vor 150 Jahren noch Dampflokomotiven montiert wurden, schaut Axel Wallrabenstein aus dem Fenster auf die neue, alte Hauptstadt. Der Geschäftsführer der Public-Affairs-Agentur MSL Group sitzt im fünften Stock einer Fabrikhalle, ein Überrest der früheren Borsig-Werke. Seit zwölf Jahren arbeitet er in Berlin. Im Zeitraffer habe er miterlebt, wie der Politikbetrieb einen eigenen Stadtteil geschaffen hat. Dort, wo einst der Todesstreifen die Stadt in zwei Hälften teilte, stehen nun wuchtige Gebäude. Ministerien, Stiftungen, Hauptstadtrepräsentanzen, Verbände, NGOs. An die Bonner Behaglichkeit erinnern nur noch die rheinischen Kneipen am Spreeufer. „Die Berliner Republik ist lauter, schneller, chaotischer“, sagt Wallrabenstein. Und die „Berlinisierung“ (Ulrich von Alemann) hat auch die Anforderungen an Neulinge in allen politiknahen Berufen verändert. In der Public-Affairs-Branche habe sich vor allem die Art gewandelt, wie kommuniziert wird, meint Wallrabenstein. Als professioneller und internationaler charakterisiert er seine Zunft. Politik finde nicht mehr nur in Hinterzimmern statt. „Man trifft sich heute bei Podiumsdiskussionen, Netzwerkpartys, politischen Salons und zunehmend auch im Internet“. All dies bedeute vor allem eins: Berufseinsteiger sollten am besten schon während des Studiums ein Netzwerk an Kontakten aufbauen. „Optimal“ sind in den Augen des Beraters Bewerber, die politisches Engagement, Auslandserfahrung und ein Praktikumszeugnis mit dem Bundesadler im Briefkopf vorweisen können. „Wir brauchen Leute, die am eigenen Leib miterlebt haben, wie Politik funktioniert“, so der 48-Jährige. Entgegen dem Wort-Ursprung hält der studierte Politik- und Sozialwissenschaftler die sogenannten weichen Faktoren sogar für ziemlich schwergewichtig. In dem Job treffe man jeden Tag auf Alpha-Tiere. Da sei Durchsetzungskraft gefragt. Von einem allzu übersteigerten Ego warnt Hans Bellstedt dem Branchenneuling aber. „Die Kunst liegt darin, sich gegenüber dem Kunden selbst zurückzunehmen.“ Bellstedt ist Inhaber der nach ihm benannten Public-Affairs-Agentur…

Cornelius Winter: Auf die Haltung kommt es an – Public Affairs im Wandel

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Für das Handelsblatt ist die Sache klar: „Wir brauchen Unternehmer, die sich kompetent einmischen“. (Handelsblatt, 18. April 2012). Seit dem Umzug von Parlament und Regierung nach Berlin hat sich Public Affairs als Funktion in Unternehmen und als Beratungsfeld fest etabliert. Heute, nach mehr als einer Dekade Public Affairs in Deutschland und dem Ende des bloßen Adressbuch-Lobbyismus stellt sich die Frage: What’s next? Was bedeuten verantwortliche Interessenvertretung, glaubwürdige Kommunikation und kompetenter Umgang mit Stakeholdern für Strategie und Geschäftsmodell von Unternehmen – und welche Rolle spielt Beratung dabei? Sich kompetent einmischen – kann man es so auf den Punkt bringen? Der folgende Beitrag liefert neben einer Bestandsaufnahme der politischen Beratung Thesen für die künftige Entwicklung von Public Affairs. Aus sehr guten Beratern werden Partner ihrer Auftraggeber, Durchschnittsberater bleiben Dienstleister. Agenturen und Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren in ihrer Public Affairs –Kompetenz und ihrer Themenexpertise stark professionalisiert. Mit der de’ge’pol (Deutsche Gesellschaft für Politikberatung) hat sich eine Interessenvertretung etabliert, die längst nicht mehr nur aus Agenturvertretern besteht, sondern daneben ein breites Spektrum von Public Affairs – Verantwortlichen aus Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Verbänden abbildet. Unternehmen investieren mit zusätzlichen finanziellen und personellen Ressourcen in ihre Public Affairs – Arbeit. Auch die Verbände haben die Zeichen der Zeit erkannt (und die Abgesänge auf sie gehört) und stellen sich Schritt für Schritt auf divergierende Interessen ihrer Mitglieder ein. Temporäre, thematisch ausgerichtete Unternehmensallianzen und –plattformen nehmen in Zahl und manchmal auch in Bedeutung zu. Alle haben gelernt: Aus der „regulatorischen Brandbekämpfung“ ist ein Bewusstsein gewachsen, sich auf politische und gesetzgeberische Vorhaben einzustellen und vorbereitet mit ihnen umzugehen. Agenturen und Beratungen müssen die Themen und Prozesse beherrschen (Pflicht) und ihren Auftraggebern immer wieder Impulse geben, die aus der regelmäßigen Herstellung des Gesamtbildes erwachsen (Kür). Sind wir noch auf dem richtigen Kurs? Haben wir alle Informationen, die wir…

Michael Kellner: Grüne Mitgliederkommunikation – „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu“

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Wie könnte politisches Engagement außerhalb von Mitgliederversammlungen und Parteitagen aussehen? Wir Grüne wollen neue Formen der Beteiligung schaffen – online wie auch offline – und damit zu einer Beteiligungspartei neuen Typs werden. Wenn sich die Lebensbedingungen der Menschen ändern, muss sich schließlich auch die Politik ändern. Wir Grünen setzen auf diese Veränderung – denn wir sind ein bunter, munterer Laden, der von seinen Mitgliedern und ihren Beiträgen lebt. So bunt und munter wollen wir auch bleiben – und werfen darum einen Blick darauf, wie Politik noch gehen könnte – und damit in die Zukunft von parteipolitischer Beteiligung. Wenn die CDU den für sie höchst innovativen Vorstoß wagt und ihren Mitgliedern die Möglichkeit geben will, Anträge auf Parteitagen zu stellen, dann könnten wir Grüne darüber lächeln. Für uns ist es selbstverständlich, dass unsere Mitglieder Anträge auf Parteitagen stellen und manchmal verdammt viele. Doch ich finde es gut, weil Parteien sich ändern sollten, damit insgesamt Politik attraktiver wird. Wir Grüne haben einen Demokratievorsprung gegenüber anderen Parteien. Doch auf diesem Vorsprung sollten wir uns nicht ausruhen. Ich möchte ihn ausbauen. Wir Grüne sind ein aufgeweckter Laden: seit unserer Gründung machen unsere Mitglieder mit, wenn es darum geht, die Weichen unserer Politik bei Inhalten und bei personellen Fragen zu stellen. Ob nun bei der Wahl der SpitzenkandidatInnen für die Bundestagswahl, bei der Entscheidung über die Schwerpunktthemen unseres Wahlkampfs oder bei unseren Parteitagen über unser Online-Antragstool: wir Grünen wollen debattieren, wir wollen streiten, wir wollen die für uns richtigen Lösungen finden. Grüne Mitglieder wollen keine Karteileichen sein, denen der politische Kurs einfach vorgeschrieben wird. Sie können und wollen mitmischen und das tun sie zum Glück auch. Dieses Engagement ist das, was uns stark macht und was ich so an meiner Partei schätze. Auch wenn es mal anstrengend sein kann. Viele Mitglieder engagieren sich am wohl…

Nicola Beer: FDP-Mitgliedermobilisierung: „Handlungsfähige Basis-Demokraten“

FDP Hessen Ministerin

Sie sind nicht nur Botschafter, sondern die Seele einer Partei. Sie machen die Politik jenseits der Fernsehbilder und Wahlprogramme begreifbar. Kein Wahlkampf wäre ohne sie überhaupt nur durchführbar: die Mitglieder. Für die Freien Demokraten sind sie jedoch mehr als die treuen, ehrenamtlichen Helfer, die mit unfassbarem Engagement Wind und Wetter trotzen, um Plakate zu kleben oder im Straßenwahlkampf Rede und Antwort zu stehen. Allein das ist schon nicht in Gold aufzuwiegen. Doch darüber hinaus stellen Sie einen wahren Schatz dar. Die Mitglieder der Freien Demokraten verfügen über große und höchst unterschiedliche Expertise. Sie sind Seismographen der politischen Befindlichkeit. Sie wissen, wo vor Ort der Schuh drückt und finden kreative Lösungen. Sie sind nah an den Menschen. Es wäre fatal, dieses Potenzial nicht zu nutzen. Als Freie Demokraten haben wir unsere Mitglieder schon immer in Meinungsfindungsprozesse eingebunden. 1995 führten wir eine Mitgliederbefragung zum Großen Lauschangriff durch und auch zu den Themen Abschaffung der Wehrpflicht und zuletzt zur Euro-Rettung haben wir die Basis befragt. Bereits im „Wiesbadener Programm“ von 1997 wurde klargestellt: „Mehr Bürgerbeteiligung heißt für die F.D.P. auch mehr Mitglieder- und Wählerbeteiligung in der Arbeit der politischen Parteien. Durch eine umfassende Erneuerung der Parteiorganisation und der Gremienstruktur, des Kommunikationssystems und des Dienstleistungsangebots wollen Liberale vorangehen, damit Politik in Deutschland endlich stärker zur Sache der Bürger werden kann. Wir wollen aus der Binnenorientierung mehr Bürgerorientierung machen, die Rechte der Mitglieder und Delegierten stärken, die Strukturen modernisieren. Wir wollen uns fit machen für effizientere politische Entscheidungen, organisatorisch frei machen für die eigentlich inhaltliche politische Arbeit und offener werden für Bürgermitwirkung.“ Heute ist die Einbeziehung der Mitglieder wichtiger denn je. Generell haben die Bürger in Deutschland ein größeres Bedürfnis als früher, an Entscheidungen aktiv teilzuhaben. Und natürlich gilt dies auch für unsere Parteimitglieder. Moderne Informationskanäle sind einerseits Auslöser für dieses Bedürfnis, andererseits tragen sie…

Yasmin Fahimi: Politische Kommunikation in der komplexen Gesellschaft

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Kommunikation wird im 21. Jahrhundert gerne gleichgesetzt mit den sozialen Medien und den Errungen-schaften der digitalen Welt. Überall vernetzt, rund um die Uhr informiert und via Twitter, Facebook und Instagram immer auf Sendung, lautet das Gebot der Moderne. Lebst du noch oder klickst du schon? Doch wie passt dieser Anspruch zu einer 152 Jahre alten Partei mit fast einer halben Million Mitglieder, von denen die wenigsten digital natives sind? Ganz einfach: Für die SPD ist das direkte Gespräch mit mündigen Bürgerinnen und Bürgern die beste Antwort auf die wohl komplexeste Kommunikationssituation aller Zeiten. Die SPD regiert nicht nur im Bund mit, sondern auch in 14 von 16 Bundesländern. Sie stellt mehr Minister-präsidentinnen und Ministerpräsidenten als alle anderen Parteien zusammen. Und neun der zehn größten deutschen Städte werden von einem sozialdemokratischen Stadtoberhaupt regiert. Wer dermaßen viel demo-kratische Verantwortung auf Zeit übertragen bekommt, steht kommunikativ auch vor besonders vielen Her-ausforderungen. Denn unsere Gesellschaft ist komplexer als jemals zuvor, das Leben ist bunter und vielfältiger geworden, die Lebensstile werden immer individueller. Jeder Mensch hat heute zu jedem erdenklichen Zeitpunkt und an (fast) jedem Ort die Möglichkeit, sich zu informieren und in Echtzeit die unterschiedlichsten, nicht selten widersprüchlichen Nachrichten zu erhalten, auch über Politik und Parteien. Internetportale, Onlinezeitungen und die sozialen Netzwerke überbieten sich in der Schnelligkeit und der Vielfalt von Neuigkeiten und Hintergründen. Und sie bieten die Möglichkeiten, den Kopf auch komplett aus diesem steten Nachrichten-Mahlstrom herauszuhalten. Kommunikation im Mahlstrom des Nachrichten-Zeitalters Politische Parteien stehen vor der Herausforderung, noch mit ihren Themen in diesem steten Strom von In-formationen, Live-Tickern und Event-Journalismus aufzutauchen. Deshalb produziert die SPD selbst Infor-mationen – online wie offline. Täglich arbeiten wir politische Themen auf, liefern wichtige Argumente und kluges Hintergrundmaterial. Und zwar für alle verständlich und leicht zugänglich. Für uns bietet dieses Vorgehen eine große Chance. Denn wir können…