Aus dem Russischen von …

Hat DeepL an der ersten Version des Trump-Friedensplans mitgewirkt?
Zumindest sind die Anzeichen, dass viele der initialen 28-Punkte recht unmittelbar aus russischer Feder stammen, signifikant. Das Papier bestand zu dem Zeitpunkt hauptsächlich aus den für den Kreml günstigsten Punkten und Maximalforderungen. Welcher Urheber genau hinter dem Entwurf steckt, ist nicht final geklärt. Bereits letzte Woche verwirrte Außenminister Rubio mit widersprüchlichen Aussagen, zudem gibt es deutliche Hinweise auf einen russischen Ursprung oder zumindest Beeinflussung. Weiter befeuert werden diese Vermutungen nun durch ein geleaktes Telefonat des US-Sondergesandten Witkoff mit einem Putin-Berater, in dem Witkoff diesem Tipps gibt, wie der Kreml am besten mit Trump umgehen sollte.
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Das Transkript des Telefonats gibt es hier.
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Die Rolle von Kreml-Verhandler Kirill Dmitrijew in dem Friedensprozess und wie er US-Medien instrumentalisiert, um russische Narrative zu streuen, analysiert The Insider.
- Dass die Initiative dem US-Präsidenten vor allem auch als innenpolitischer PR-Stunt dient, analysiert Veridica.
- Kritik am 28-Punkte-Plan als “von Russland abgefasste Propaganda” gab es jedoch auch aus den eigenen Reihen, wie n-tv zusammenfasst.
- Der Spiegel erläutert (€), wie die russische Propaganda insbesondere gegen die Europäer hetzt und über ein Ende der Selenskyj-Regierung spekuliert.
Dass Russland für seine Propaganda auf Fake-Accounts setzt, ist schon länger klar. Nun liefert die Plattform X mit einem neuen Feature dafür weitere konkrete Beweise: X enthüllt nun die Account-Standorte und gibt Auskunft, aus welchem Land ein Account betrieben wird. Das führt schon jetzt zu einigen kuriosen Enthüllungen, wie auch unser Fundstück zeigt.
Kurios ist auch eine neue “Studie” von Liber-net, nach eigenen Angaben eine Non-Profit-Organisation, die sich für freie Meinungsäußerung, Datenschutz und gegen digitale Zensur einsetzt. In der Recherche zum “Zensurnetzwerk Deutschland” möchte sie demnach aufzeigen, wie “staatlich finanzierte NGOs” in Deutschland unter dem Deckmantel der Desinformationsbekämpfung Online-Debatten beeinflussen und freie Meinungen unterdrücken würden.
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Wird auch Ihre Organisation dem “Zensurnetzwerk” zugeordnet? Hier geht es zur Organisationsdatenbank, hier werden Projektförderungen aufgelistet.
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Mit der Berliner Zeitung hat Studienautor Andrew Lowenthal über die “Gefährdung der Meinungsfreiheit” in Deutschland gesprochen (€).
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Lars Wienand ordnet den Hintergrund von Lowenthal ein.
Da wir unsere “Zensurarbeit” gerne noch weiter verbessern möchten: Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich 3 Minuten Zeit nehmen und uns hier ein kurzes Feedback zu unserem Desinformationsbriefing geben.
Wir und der Deep State würden es Ihnen sehr danken!
Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen Desinfo-Briefing als Editorial erschienen. Wenn Sie das Briefing mit den neuesten Hintergründen und Analysen rund ums Thema Desinformation erhalten wollen, abonnieren Sie sich gerne hier an.
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